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,,Pläne kann der Menschengeist in unermeßlicher Fülle ersinnen; von den Gründen
sagt es Hamlet ähnlich, sie sind billig wie Brombeeren; aber Pläne, die sich
bewähren, sind so schwer zu finden wie Gründe, die stichhaltig sind.''
Eine Strategie im Schach ist ein langfristiger Plan. Im Gegensatz einer
taktischen Kombination, bei der in wenigen überschaubaren Zügen ein bestimmtes Ziel
erreicht werden soll, ist eine Strategie wie ein roter Faden, der sich durch die
Partie zieht.
Um eine geeignete Strategie zu finden, muss zuerst die Stellung eingeschätzt werden.
Bereits der erste offizielle Weltmeister Wilhelm Steinitz erarbeitete eine Reihe
von Punkte als Grundlage für eine Stellungsbewertung. Einige dieser Punkte sollten
aus dem Kapitel Eröffnungen schon bekannt sein, da natürlich in der Eröffnung versucht
wird, diese Vorteile zu erreichen.
- Entwicklungsvorsprung:
Wie viele Figuren sind schon entwickelt, stehen auf guten Feldern?
- Beherschung des Zentrums: Direkt mit Bauern oder durch die Wirkung von Figuren
- größere Bewegungsfreiheit der eigenen Figuren,
offene Linien für Türme, freie Diagonalen
- Bessere Bauernstellung
- schwache Felder im gegnerischen Aufbau
- offene oder geschwächte Stellung des feindlichen Königs
- Bauernmehrheit auf der königsfernen Seite
- Vorteil von Läuferpaar gegenüber Springer und Läufer oder zwei Springern
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