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Das Schachbrett besteht aus 64 abwechselnd schwarz und weiß gefärbten Felder,
das rechte untere Feld ist weiß.
Jedes Feld ist durch einen Buchstaben und eine Zahl eindeutig bezeichnet.
Vertikal untereinander liegenden Felder heißen eine Linie (gleiche
Buchstaben), horizontal nebeneinander liegende Felder Reihe (gleiche Zahl).
Das Brett wird auch in zwei Hälften eingeteilt: Den Damenflügel (Linien
a bis d) und den Königsflügel (Linien e bis h).
Die Felder d4, e4, d5 und e5 bilden das Zentrum, die Felder a1, h1, a8 und h8
sind die Eckfelder. |  |

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| Stein | Kurzbezeichnung | Symbol weiß | Symbol schwarz | Wert |
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| König | K |  |  | |
| Dame | D |  |  | 9 |
| Turm | T |  |  | 5 |
| Läufer | L |  |  | 3 |
| Springer | S |  |  | 3 |
| Bauer | |  |  | 1 |
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Beim Schach gibt es sechs verschiedene Steine.
Die Tabelle
zeigt neben den Symbolen auch den ungefähren Wert der Steine.
Allerdings kann man beim Schach keinen Spielstand angeben, da die
Bewertung einer Stellung vielseitiger als die Summe aller
vorhandener Materialwerte ist.
Türme und Damen nennt man auch Schwerfiguren, Läufer und Springer
auch Leichtfiguren.
Den Unterschied zwischen einer Leichtfigur und einem Turm bezeichnet man auch
als Qualität.
Ziehen und Schlagen
Beide Spieler machen immer abwechselnd je einen Zug. Dabei bewegen sie
eine beliebige eigene Figur entsprechend ihre Gangart. Falls auf dem Zielfeld
ein feindlicher Stein steht, wird dieser geschlagen und vom Spielfeld
entfernt. Die eigene Figur nimmt stattdessen dieses Feld ein.
Auf jedem Feld kann so jeweils nur eine Figur stehen, das Schlagen eigener
Figuren ist nicht erlaubt.
Notation der Züge
Die Züge im Schach werden durchnummeriert und bei Turnierpartien mit längerer
Bedenkzeit im allgemeinen mitgeschrieben. Dazu gibt es zwei verschiedene
Notationen. Zuerst betrachten wir die Langnotation. Jeder Zug besteht hier aus
der Figur, dem Startfeld und dem Zielfeld. Zur besseren Übersicht werden
die Felder durch - oder x (falls eine Figur geschlagen wird) getrennt.
Bei Bauernzügen wird der Buchstabe für die Figur weggelassen. Beispiele
für Züge sind e2-e4, Sf1-g3, Ta1xa8 (falls auf a8 eine Figur stand).
Neben diesen einfachen Regeln gibt es noch einige Sonderzeichen, die
Eigenschaften der Stellung (Schach, Matt, Patt oder Bewertungen, s.u.)
kennzeichnen.
Bei der Kurznotation wird das Startfeld weggelassen, sofern der Zug
eindeutig ist, z.B. e4, Sf3, Txa8. Können mehrer Figuren auf dasselbe
Feld ziehen, wird ein Teil des Startfeldes eingefügt, z.B. Taxa8 oder T8xa8.
In gedruckten Werken werden oft statt der Buchstaben die Symbole für die
Figuren verwendet, dies hat neben der besseren Übersicht auch den Vorteil
der Sprachunabhängigkeit.
Startstellung
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Das folgende Diagramm beschreibt die Startstellung beim Schach.
Auf der ersten Reihe stehen die weißen Figuren, geschützt von einer
Reihe weißer Bauern. Die schwarzen Steine stehen dazu symmetrisch auf der
achten bzw. siebten Reihe. | |  |
Den ersten Zug macht der Spieler mit den weißen Steinen.
Der Turm
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Der Turm zieht waagerecht (auf einer Reihe) oder senkrecht
(auf einer Linie) beliebig weit. |  |
Der Läufer
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Der Läufer zieht auf den Schrägen (Diagonalen) beliebig weit.
Dadurch kann ein Läufer niemals ein ein Feld einer anderen Farbe
gelangen. Daher unterscheidet man auch zwischen weißfeldrigen
und schwarzfeldrigen Läufern. |  |
Die Dame
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Die Dame ist nach dem König die mächtigste Figur. Sie vereint
die Fähigkeiten von Turm und Läufer in sich und zieht entweder
gerade oder diagonal. |  |
Der Springer
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Der Springer zieht auf das zweitnächste Feld, dessen Farbe sich von der
Farbe des Ausgangsfeld unterscheidet. Oder anders gesagt: Zwei vor/zurück und einen zur Seite,
oder zwei zur Seite und einen nach vorne/zurück.
Der Springer ist die einzige Figur, die andere Figuren überspringen kann, d.h.
es ist egal, ob auf dem Weg zum Zielfeld andere Figuren stehen. |  |
Der König
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Der König zieht in jede beliebige Richtung, aber immer nur ein Feld.
Der König kann niemals geschlagen werden, er darf auf kein Feld ziehen,
welches von gegnerischen Figuren bedroht ist. |  |
Die Bauern
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Die Bauern ziehen immer nur nach vorne, normalerweise immer nur ein Feld.
Wenn ein Bauer auf der Ausgangsposition steht, darf er wahlweise auch zwei
Felder nach vorne gehen. Bauern schlagen gegnerische Figuren immer diagonal
ein Feld. |  |
Sobald ein Bauer die achte (bzw. erste) Reihe erreicht, wird er in
Dame, Turm, Läufer oder Springer verwandelt. Der Spieler kann frei wählen,
welche Figur er nimmt (so ist es zum Beispiel möglich, mehrere Damen zu erhalten).
Die Rochade
Die Rochade ist ein besonderer Zug, an dem König und Turm beteiligt sind.
Dabei zieht der König zwei Felder in Richtung des Turmes, im gleichen Zug
wird der Turm auf die entgegengesetzte Seite neben den König gestellt.
Die Rochade ist nur möglich, wenn
- weder König und Turm gezogen haben,
- der König nicht im Schach steht (s.u.),
- die Felder zwischen Turm und König frei von Figuren sind und
- die vom König überschrittenen Felder von keinem feindlichen Stein
bedroht sind.
Man unterscheidet die lange Rochade (in Richtung Damenflügel, Notation 0-0-0) von
der kurzen Rochade (in Richtung Königsflügel, Notation 0-0).
| Ausführung Rochade: |  vorher |  lange Rochade |  kurze Rochade | | Rochade unmöglich: |  König im Schach |  Blockade durch Figuren |  Felder d1, g1 bedroht |

Der König darf niemals geschlagen werden, wenn der König durch eine
gegenerische Figur bedroht ist, steht er im Schach. Kann die
Bedrohung nicht abgewendet werden, so ist der König matt
und das Spiel ist verloren.
Schachgebote werden in der Notation durch ein angehängtes + gekennzeichnet,
bei Matt schreibt man auch \# statt +.
Es gibt mehrere Möglichkeiten, ein Schachgebot abzuwehren:
- der König schlägt den schachbietenden Stein
- der Schach bietende Stein wird von einem anderen Stein geschlagen
- der König weicht auf ein nicht bedrohtes Nachbarfeld aus
- ein eigener Stein zieht dazwischen und wehrt so das Schachgebot ab

Ziel des Schachspieles ist es, den gegnerischen König matt zu setzten. Dieses
ist erreicht, wenn der König den Schachgeboten nicht mehr ausweichen kann.
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